Andere häufig auftretende Erkrankungen

    Aus Pferde-Lexikon

    Allgemeine Wunden

    Kleinere, oberflächliche Wunden mit sauberen Wundrändern heilen meist sehr schnell ab; lediglich auf eine erste Desinfektion sowie einen Schutz vor Fliegen sollte geachtet werden. Wunden an den Beinen können durch das Anlegen von Verbänden sauber gehalten werden. Meist empfiehlt es sich jedoch, die Verbände mehrmals täglich zu lösen, damit die Wunde gelüftet wird und trocknen kann. Später sind Salben hilfreich, damit die Haut glatt abheilen kann.

    Bei tieferen Wunden oder Rissen, wie sie vor allem durch Äste, hervorstehende Nägel oder teilweise durch die Hufeisen anderer Pferde entstehen, sowie bei glatten Schnittwunden - beispielsweise durch Glattdraht - sollte in jedem Fall der Tierarzt hinzugezogen werden und unter Umständen die Verletzung nähen.

    Sattel-/Gurtdruck

    Drücke in der Sattellage können durch einen unpassenden Sattel, aber auch durch Schmutz unter der Decke oder dem Sattelgurt sowie durch einen schlecht (einseitig) sitzenden Reiter hervorgerufen werden. Ein Druck entsteht, wenn über längere Zeit (bereits ab rund 30 Minuten!) die Durchblutung an einer Stelle gestört wird. Er äußert sich zunächst in einer runden Schwellung, die bei anhaltender Belastung aufbrechen kann. Wird die schädigende Belastung fortgesetzt, stirbt das Gewebe teilweise ab. Das Fell wächst an dieser Stelle dann weiß nach.


    Schlundverstopfung

    Eine Verstopfung des Schlundes tritt meist nach der Gabe quellender Futtermittel (Pellets, nicht eingeweichte Zuckerrübenschnitzel, Kleie o.Ä.) auf sowie nach zu hastigem Fressen großer Futterstücke wie Mohrrüben. Das Pferd kann nicht mehr abschlucken und nachgefressenes Futter oder Speichel laufen durch die Nüstern wieder heraus. In einigen Fällen löst Bewegung die Verstopfung; meist muss der Tierarzt jedoch die Speiseröhre durchspülen.


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