Anspannungen

    Aus Pferde-Lexikon

    Die gängigsten Anspannungsvarianten werden nach der Anzahl der ziehenden Pferde benannt. Dabei unterscheiden sich hinsichtlich Geschirr, Kutsche und Gabel bzw. Deichsel lediglich Ein- und Zweispänner; alle weiteren (Vier-, Sechs-, Achtspänner usw.) werden durch das Vorspannen weiterer Pferde vor einen Zweispänner erreicht. Bei ungeraden Zahlen (v.a. Fünfspänner) laufen in der vordersten Reihe drei statt lediglich zwei Pferde nebeneinander.

    Das "Einhorn" ist eine Anspannung mit drei Pferden, wobei das dritte mittig vor einem normalen Zweispänner läuft. Ähnlich funktioniert das "Tandem", bei dem vor einen Einspänner ein (beim "Random" zwei) weiteres Tier gespannt wird. Beide Varianten wurden verwendet, um Pferde bspw. zu einer Jagd oder einem Turnier zu bringen. Lediglich das hintere Pferd zieht die Kutsche; das vordere läuft unbelastet und kommt so frisch am Veranstaltungsort an.

    Die "Troika" ist eine typisch russische Anspannungsform. Unter der Duga (einem hohen Holzbogen, der die Scherenäste miteinander verbindet) trabt ein Orlow-Traber; rechts und links gehen zwei Pferde im jeweils nach außen gestellten Galopp.



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