Ataxie (Spinale/ zerebrale Ataxie)

    Aus Pferde-Lexikon

    Symptome

    Bei einer Ataxie treten Koordinationsstörungen im Bewegungsapparat, Stolpern, Schwanken oder Kreuzen der Beine sowie breitbeiniges Stehen und plötzliche Stürze auf. In der Bewegung sind extremes oder zu geringes Beugen der Gelenke, das nach vorne Führen der Beine in einem Bogen, unsicheres, hastiges Auffußen und insgesamt ein ruckartiger Bewegungsablauf auffällig. Teilweise sind die Reflexe im Bereich der Hinterhand eingeschränkt. Die Störungen werden mit der Zeit stärker und können zur Lähmung einzelner oder aller Gliedmaßen führen.

    Ursachen

    Da "Ataxie" keine Krankheit beschreibt, sondern lediglich ein bestimmtes Symptomfeld umfasst, sind die Gründe für die Erkrankung entsprechend vielfältig. Meist wurden durch einen Sturz Nervenstränge im Rückenmark gequetscht, sodass die Erregungsleitung unterbrochen ist. Teilweise führen arthritische Schwellungen der Halswirbelsäule zu einer Schädigung des Rückenmarks. Schwere Kopfverletzungen können eine zerebrale Ataxie auslösen; Borreliose-Bakterien zersetzen in späteren Stadien der Erkrankung die Nervenbahnen.

    Behandlung

    Die Schwierigkeiten der Behandlung beginnen bei der Diagnose; diese lässt sich erst nach einer Kontraströntgenaufnahme oder Computertomographie mit Sicherheit stellen. Teilweise können entzündliche Prozesse gestoppt oder Knochenveränderungen operativ entfernt werden. Wirbelkörperfissuren heilen in seltenen Fällen von selbst ab. Bakterieninfektionen wie die Borreliose werden mit Antibiotika behandelt. Lediglich bei durch Blutergüsse nach einem Sturz verursachten Ataxien tritt nach Abklingen des Blutergusses von selbst eine Besserung des Zustands ein.


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