Azteca

    Aus Pferde-Lexikon

    Steckbrief
    Herkunft: Mexiko
    Stockmaß: 150-160 cm
    Farben: alle Farben; keine Schecken oder großflächigen weißen Abzeichen erlaubt
    Eignung: Freizeit

    Exterieur

    Der Azteca ist ein ausgesprochen harmonisch gebautes Pferd von mittlerer Größe. Er besitzt einen eleganten, mäßig trockenen Kopf mit geradem Profil oder leichter Elchnase. Die Augen sind groß, die Ohren fein geschnitten und von mittlerer Länge. Der Hals ist kräftig und hoch angesetzt mit guter Aufrichtung. Die Schultern sind nicht zu steil und gut bemuskelt; der Rücken von mittlerer Länge (Quadratpferd) geht in eine runde, manchmal überbaute Kruppe über. Die Extremitäten sind trocken und leicht, aber stabil.

    Der Azteca erreicht ein Stockmaß von mindestens 150 Zentimetern (Stuten) bzw. 152 Zentimetern (Hengste). Eine Obergrenze wurde nicht festgelegt, liegt aber aufgrund der Größe der Ursprungsrassen bei etwa 160 Zentimetern.

    Der Azteca kommt in allen reinen Farben vor, am häufigsten sind Braune und Dunkelbraune. Zur Zucht nicht zugelassen werden "gemischte" Farben; dazu zählen Pferde mit weißer Kruppe, großflächiger Laterne oder gescheckte Tiere. Das Langhaar ist glatt und mäßig dicht.

    Herkunft und Haltung

    Der Azteca ist eine ausgesprochen junge Rasse; er entstand aus dem Versuch, eine mexikanische "Nationalrasse" zu schaffen und den ausgestorbenen "Native Mexican" zu ersetzen. 1972 wurde mit der Zucht begonnen; die Anerkennung erfolgte mit Entstehung der R1-Generation. In der ersten Generation erfolgte eine Kreuzung zwischen spanischen Pferden (PRE) und Quarter Horses. Die Nachkommen wurden wiederum mit einer der Rassen gekreuzt. Die als "Azteca" eingetragenen Pferde müssen mindestens drei Achtel und dürfen höchstens fünf Achtel iberisches oder Quarter-Blut führen. Auch südamerikanische Criollos und Mestizios hatten an der Zucht Teil; sie dürfen in der Blutführung jedoch maximal ein Viertel ausmachen. Durch die Kreuzung der eleganten, dressurbegabten Andalusier mit den kräftigen, zähen und sehr umgänglichen Quarter Horses ergab sich ein feines, freundliches Reitpferd. Zwar wurde der "Azteca" inzwischen als eigenständige Rasse anerkannt, jedoch ist es immer noch - wie beispielsweise bei den Aegidienbergern (einer Mischung aus Island- und Pasopferden) - umstritten, ob tatsächlich durch systematische Kreuzung bestehender Pferderassen eine neue Rasse gewonnen werden kann.

    Art und Wesen

    Der Azteca ist ein leicht zu führendes, arbeitswilliges und gehorsames Pferd, das sich für alle Sparten der Reiterei, vor allem aber für den Freizeitbereich eignet.


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