Don-Pferd

    Aus Pferde-Lexikon

    Steckbrief
    Herkunft: Russland
    Stockmaß: 155-165 cm
    Farben: hauptsächlich Füchse und Braune, auch Dunkelbraune, Schimmel, Rappen
    Eignung: Freizeit, Sportpferd

    Exterieur

    Das Don-Pferd ist ein harmonisch gebautes, kleineres Warmblut, das mit viel Erfolg vor allem im Springsport eingesetzt wird. Der Kopf ist von mittlerer Größe und eher schmal, mit langen Ohren und einem geraden oder leicht konkaven Profil. Die großen Augen und fein geschnittenen, weiten Nüstern zeigen deutlich den Einfluss des Englischen Vollbluts. Der schlanke, mittellange Hals weist eine gute Wölbung auf. Er setzt mäßig hoch an den nicht zu schrägen Schultern an. Der Rumpf ist aufgezogen; Don-Pferde besitzen eine tiefe Brust und einen geräumigen Brustkorb. Der ausgeprägte Widerrist reicht weit in den eher langen, geraden Rücken hinein, der in eine flache Kruppe mit hoch ansetzendem Schweif übergeht. Die Beine sind lang und trocken, mit mäßig großen, aber kräftigen Gelenken, einer eher langen und steilen Fesselung und guten Hufen von mittlerer Qualität.

    Die Rasse erreicht ein Stockmaß von rund 160 Zentimetern.

    Sie tritt vor allem in den Farben Fuchs und Kastanienbrauner auf; häufig besitzen diese Farben einen goldenen Schimmer, wie er auch bei Karabachen vorkommt. Schimmel, Rappen und Dunkelbraune sind seltener. Weiße Abzeichen an Kopf und Beinen sind zulässig.

    Herkunft und Haltung

    Das Don-Pferd erhielt seinen Namen nach den ersten Züchtern und Reitern, den Don-Kosaken. Die Kosaken waren gefürchtete Kämpfer zu Pferde, die mehr auf den Sattel gekauert denn aufrecht ritten und zahlreiche Stunts wie das Auf- und Abspringen in vollem Galopp oder das Stehen auf dem laufenden Pferd beherrschten. Die europäischen Soldaten - vor allem Napoleons Truppen 1812 und 1814 - konnten nicht gegen sie vorgehen, da die Kosaken an Wendigkeit weit überlegen waren und "eins mit dem Pferd" zu sein schienen.

    Eine unter dem Namen Don bekannte Pferderasse existiert schon seit längerer Zeit, aber ursprünglich waren diese Pferde deutlich kleiner und kompakter als das heutige Don-Pferd. Vermutlich waren an ihrer Entstehung Karabachen, Araber und Turkmenen beteiligt gewesen. Im 18. Jahrhundert wurde die Rasse durch Einkreuzung von Englischen Vollblütern veredelt. So verbesserte sich nicht nur das Exterieur, sondern auch die Spurtfähigkeit und Schnelligkeit der Pferde. Auch Orlow-Traber wurden eingekreuzt und Don-Pferde beeinflussten selbst andere Rassen wie den Budjonny.

    Die über mehrere Jahrhunderte weitgehend wild gehaltene Rasse ist durch ihre Robustheit bekannt. Sie eignet sich unter anderem für das Springreiten, aufgrund ihrer Ausdauer aber auch für den Distanzsport.

    Art und Wesen

    Don-Pferde sind leistungswillige, zähe Pferde, die sich häufig als charakterlich weniger kompliziert als andere russische Pferderassen erweisen. Sie besitzen ein lebhaftes Temperament, das sich jedoch gut regeln lässt, und sind meist nervenstark und zuverlässig.


    Artikel teilen