Influenza

    Aus Pferde-Lexikon

    Symptome

    Die Virusinfektion Influenza ist unter vielen Namen bekannt: Pferdegrippe, Hoppegartener Husten, Katarrh der oberen Luftwege - und unter Pferdehaltern gefürchtet wie kaum eine andere Ansteckungskrankheit. Unter diesen Namen sind zwei Formen des Influenza-Virus, A-equi 1 und A-equi 2, zusammengefasst. Die Symptome sind denen einer Viruserkrankung beim Menschen nicht unähnlich: Fieber bis 40 °C, trockener Husten sowie allgemeine Abgeschlagenheit und Appetitlosigkeit. Der starke Nasenausfluss ist meist weiß bzw. gelblich-eitrig.

    Ursachen

    Influenza kann sich überall dort leicht ausbreiten, wo Pferde aus fremden Ställen zusammenkommen: auf Turnieren, Pferdemärkten, Umritten. Die infizierten Pferde tragen den Virus in den heimischen Stall, da die Erkrankung u.U. mehrere Tage unauffällig bleibt. Allerdings stecken sich nicht automatisch alle Pferde eines Bestands an; wie bei vielen Viruserkrankungen muss bereits eine Schwächung des Immunsystems durch Stress, Überlastung oder Mineralstoffmängel bestehen. Der Virus wird durch eine Tröpfcheninfektion verbreitet.

    Behandlung

    Meist legen sich die Symptome der Influenza nach einer knappen Woche von selbst. Auf keinen Fall sollte jedoch auf den Besuch eines Tierarztes im Frühstadium der Erkrankung verzichtet werden, da bei einer schweren Infektion leicht Dauerschäden zurückbleiben können. Die beim Lauftier Pferd hervorragend entwickelte Lunge ist hochempfindlich. Auch hohes Fieber (über 39 °C) kann rasch zu weiteren Schädigungsprozessen im Pferdekörper führen und sollte daher durch den Tierarzt mit einer Antibiotikagabe behandelt werden. Die Krankheit verläuft zudem nicht geradlinig; nach einer kurzzeitigen Besserung kann es zu einem schweren Rückfall kommen. Wird nicht rechtzeitig reagiert, entwickelt sich ein chronischer Husten, oft in Form einer "Heuallergie", im schlimmsten Fall sogar eine Dämpfigkeit. Unterstützt werden kann der Heilungsprozess durch Inhalationen sowie viel frische Luft; der bei Stallhaltung entstehende Ammoniak reizt das Lungengewebe weiter. Nach der Genesung sollte das Pferd nur langsam wieder reiterlich genutzt werden.

    Die Influenzaimpfung, die zusammen mit der Tetanus- und in betroffenen Gebieten Tollwutimpfung zu den wichtigsten Impfungen beim Pferd zählt, sollte jedem Pferd, unabhängig von einer eventuellen Turnier- oder Schauteilnahme, verabreicht und jährlich aufgefrischt werden.


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