Mais

    Aus Pferde-Lexikon

    Der zur Familie der Süßgräser zählende Mais hat sich in den mehr als 500 Jahren seit seiner Einführung aus Amerika als extrem vielseitig und nährstoffreich erwiesen. Inzwischen existieren zahllose verschiedene Sorten mit unterschiedlicher Stängelhöhe, Wachstumszeit, Färbung und Kolbengröße. Die in Pferdefutter Verwendung findende Sorte wird in Deutschland schlicht Futtermais genannt und für Rinder zu Maissilage verarbeitet.

    Mais unterscheidet sich von Hafer vor allem durch seinen deutlich niedrigeren Eiweißgehalt. Auch der Rohfasergehalt von Mais ist sehr gering, sodass unbedingt ausreichend Raufutter dazu gereicht werden muss.

    Andererseits stellt Mais viel leichtverdauliche Energie bereit und sollte daher gerade an Ponys nur in geringen Mengen verfüttert werden. Leistungspferde dagegen, d.h. entweder sportlich gerittene Pferde oder tragende bzw. säugende Stuten, können von diesem Plus an Energie profitieren. Auch Pferde, die aufgrund einer Krankheit stark an Gewicht verloren haben, können durch Mais - stets unter Berücksichtigung der Ausgewogenheit der Futterrationen - wieder aufgefüttert werden. Auch hier sollte Mais aber mit Getreide wie Hafer oder Gerste gemischt werden, um die Versorgung des Pferds mit wertvollen Fettsäuren zu gewährleisten.

    Die extrem hartschaligen Maiskörner stellen für Pferdezähne und -darm eine Herausforderung dar, daher wird Mais üblicherweise gequetscht oder gebrochen angeboten.


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