Raufutter

    Aus Pferde-Lexikon

    In freier Wildbahn stellte Fressen die Haupttätigkeit von Pferden dar - bis zu 16 Stunden täglich waren die Tiere mit der Nahrungsaufnahme beschäftigt. Entsprechend ist der Pferdedarm auf eine langsame, gleichmäßige Futteraufnahme ausgelegt und reagiert auf unsachgemäße Fütterung sowie stundenlanges Fasten ausgesprochen empfindlich. Wird ein Pferd ausschließlich mit Getreide und Pellets ernährt, reduziert sich die tägliche Fresszeit selbst bei viermaliger Fütterung auf ca. drei Stunden und die Kolikanfälligkeit steigt ebenso drastisch wie die Empfindlichkeit gegenüber Parasiten wie Magendasseln und Bandwürmern. Heu, Stroh, Heulage und Silage, die unter dem Begriff Raufutter zusammengefasst werden, beschäftigen das Pferd und sanieren den Magen-Darm-Trakt durch ihren hohen Rohfasergehalt. Allerdings unterscheiden sich die einzelnen Futtersorten in ihrer Eignung - und wie beim Kraftfutter unterstützt nur eine einwandfreie Futterqualität die Gesunderhaltung des Pferds.


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