Sättel

    Aus Pferde-Lexikon

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    Der Lastsattel

    Ursprünglich wurde der Sattel nicht für das Reiten erfunden, sondern für den Warentransport. Der Bocksattel, die Urform, bestand aus jeweils einem Brett auf jeder Seite des Pferdes, verbunden durch einen Bügel. Auf diese Weise ließen sich Waren sicher transportieren, ohne das Pferd zu verletzen oder beschädigt zu werden. Weite Transporte auch schwerer Gegenstände wurden dadurch möglich. Der "Transport" des Menschen auf dem Pferderücken lag nahe.

    Der erste Ledersattel

    Jeder Sattel in den Anfängen war ein Unikat, da jeder Reiter sich seinen eigenen Sattel fertigte. Bereits die Griechen benutzten zum Reiten Felle und Decken, die mit einem Gurt befestigt wurden. Die Kelten entwickelten den Sattel entscheidend weiter: Sie bauten einen flachen Bocksattel aus Leder, der von den Römern schnell übernommen wurde.

    Innovation Steigbügel

    Der Steigbügel hat seinen Ursprung in Asien. In Europa findet er seit dem 8. Jahrhundert Verwendung. Die Steigbügel entwickelten sich von kleinen Schlaufen für einzelne Zehen hin zu größeren Bügeln aus Metall oder Holz, um eine große Trittfläche zu gewährleisten. Zunächst waren sie am Sattelgurt befestigt. Da dies die Beweglichkeit des Reiters zu stark einschränkte, ging man zur Befestigung mithilfe langer Steigbügelriemen am Sattel selbst über.




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