Weben

    Aus Pferde-Lexikon

    Das Weben (Hospitalismus) ist eine Verhaltensstörung, die nicht nur bei Pferden auftritt; besonders Elefanten neigen zu diesem gleichmäßigen seitlichen Hin- und Herschwanken. Ursachen sind, wie beim Koppen, Langeweile, Unterbeschäftigung und ein gestauter Bewegungsdrang.

    Wie alle monoton wiederholten Bewegungsabläufe setzt Weben Endorphine frei und erzeugt so einen Rauschzustand bzw. ein Suchtverhalten. Da das Weben eine zuweilen über Stunden durchgeführte, nicht artgemäße Bewegung darstellt, führt es rasch zu verminderter Leistungsfähigkeit sowie längerfristig zu dauerhaften Schäden an den Gelenken v.a. der Vorderbeine, die überlastet werden.

    Im Gegensatz zum Koppen lässt sich das Weben durch eine Haltungsoptimierung - d.h. ständiger Zugang zu Auslauf oder Weide, möglichst in Pferdegesellschaft - meist vollkommen abstellen. Früher praktizierte Maßnahmen, wie das Aufstallen in einem Ständer, in dem rechts und links auf Höhe der Pferdeflanke Sandsäcke aufgehängt sind, die in Schwingungen geraten und das Pferd so "strafen", sind als eine antiquierte Tierquälerei abzulehnen.


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