Basuto

    Aus Pferde-Lexikon

    Steckbrief
    Herkunft: Lesotho
    Stockmaß: 140-145 cm
    Farben: Füchse, Braune, Dunkelbraune, Schimmel
    Eignung: Reitpferd

    Exterieur

    Basutos wirken oft knochig und wenig attraktiv; die eher magere Konstitution geht vor allem auf die harten Lebensbedingungen der Rasse zurück. Der Kopf ist von mittlerer Größe und wirkt teilweise edel; er ist trocken, mit geradem Profil. Der Hals von mittlerer Länge weist oft eine geringe Bemuskelung, außer im Bereich des Unterhalses, auf. Der knochige, gerade Rücken geht in eine sehr schräge, muskulöse Kruppe über. Die Brust ist tief; die Schräge der Schultern ist relativ gering. Die ausgesprochen harten und trockenen Beine besitzen relativ lange Röhren.

    Basuto-Ponys messen üblicherweise um 140 bis 145 Zentimeter Stockmaß.

    Sie treten vor allem in den klaren, dunklen Farben auf sowie als Schimmel. Das Fell ist fein und glänzend; Mähne und Schweif sind eher schütter.

    Herkunft und Haltung

    Die Wurzeln des Basutos sind vielfältig. Er geht zentral auf das Kap-Pferd zurück, das wiederum von einer Mischung von Berbern und Arabern abstammte, die durch die Niederländische Ostindische Kompanie um 1650 nach Südafrika importiert worden waren. Auch Englische Vollblüter wurden eingekreuzt. Mit der Zulu-Invasion fand das Kap-Pferd auch in Lesotho Verbreitung; durch die unsystematische Vermehrung sowie die harten Aufzuchtbedingungen verlor das Pony jedoch mit der Zeit das elegantere Erscheinungsbild und die Reitpferdepoints, die es früher zu einem idealen Polo- und Rennpferd gemacht hatten. Im Burenkrieg erwies sich der Basuto als zuverlässiges Reitpferd. Heute besticht die Rasse weniger durch ihre Aussehen als durch ihre extreme Härte und Ausdauer trotz kargen Futters und oft unpassender Ausrüstung auch unter schwereren Reitern. In Lesotho werden die kleinen Pferde als Reittier über lange Strecken eingesetzt; dabei werden um 100 Kilometer pro Tag zurückgelegt.

    Art und Wesen

    Das Basuto-Pony ist geduldig und zuverlässig. Auch unter schlechten Bedingungen bleibt es gehorsam und arbeitswillig. In schwierigem Gelände beweist es seine große Trittsicherheit; Basutos sind mutig und sehr selbstsicher.


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