Connemara

    Aus Pferde-Lexikon

    Steckbrief
    Herkunft: Irland
    Stockmaß: 140-147 cm
    Farben: vor allem Schimmel, Falben und Braune, auch Rappen, Dunkelbraune, Füchse
    Eignung: Freizeit, Springsport

    Exterieur

    Der Connemara ist ein oft elegantes Kleinpferd von großer Robustheit. Der trockene Kopf weist ein gerades Profil, eine breite Stirn und kleine, fein geschnittene Ohren auf. Die Ganaschen sind nicht zu mächtig und erlauben so eine gute Beizäumung. Der Hals ist lang und leicht. Der Widerrist ist ausreichend ausgeprägt und geht in einen stabilen, manchmal etwas langen Rücken über (Langrechteckpferd; es kommen jedoch auch Quadratpferde vor). Die Kruppe ist von mittlerer Schräge, ebenso wie die Schultern. Die Beine sind kräftig, aber nicht schwerfällig, und trocken. Die Hufe sind groß und hart.

    Connemaras erreichen ein Stockmaß knapp unter- oder oberhalb des Ponymaßes.

    Sie treten in vielen Farbschattierungen auf; die ursprünglichste ist wohl Falbe mit deutlichem Aalstrich; heute gibt es wegen der zahlreichen Einkreuzungen jedoch vornehmlich Schimmel, die schwarz geboren werden. Kastanienbraune, Dunkelfalben, Dunkelbraune kommen manchmal mit Äpfelung vor. Vereinzelt sind auch Füchse und Rappen zu finden.

    Herkunft und Haltung

    Die genauer Herkunft des Connemaras ist unklar; vermutlich wurde er von den Spaniern bereits im 6. Jahrhundert nach Irland eingeführt. Die Abstammung von Berbern und spanischen Pferden schlägt sich auch heute noch im Temperament sowie im edlen Kopf des Connemaras nieder, der zuweilen einen leichten Hechtkopf aufweist. In Irland wurden Einkreuzungen mit den einheimischen Pferden vorgenommen, um ein stabiles und zuverlässiges Reitpferd zu erhalten. Erst 1923 gründete sich die Connemara Pony Breeders’ Society in Irland. In jüngerer Zeit wurde die Zucht durch Araber und kleinere Englische Vollblüter veredelt. Der Einfluss des Vollbluts macht sich unter anderem in den für ein Pony relativ langen Röhrbeinen bemerkbar. Allerdings unterscheiden sich die Ponys, die in Irland heute noch arbeiten, durch die geringere Größe und den derberen Typ zuweilen deutlich von den für den Reitsport gezüchteten Exemplaren. In Großbritannien erfreut sich der Connemara vor allem bei jüngeren Spring- und Vielseitigkeitsreitern großer Beliebtheit, da er zuverlässig springt und mutig auch hohe Hindernisse nimmt.

    Art und Wesen

    Der Connemara ist im Vergleich zu anderen Ponyrassen relativ unkompliziert im Umgang, da er nicht den typisch sturen "Pony-Charakter" besitzt. Dies macht ihn zu einem hervorragenden Turnierpony, aber auch im Gelände erweist er sich als trittsicher und meist nervenstark. Die ausgesprochen leichtfuttrige, zähe Rasse konnte auch schon bei Distanzritten überzeugen.


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